Methodik

dsl-messen.de misst die Internet-Geschwindigkeit im Browser und erklärt in den Ratgebern die Grundlagen: was die Messwerte bedeuten, welche Geschwindigkeit ein Anschluss liefern sollte und was bei Problemen hilft. Diese Seite beschreibt, wie gemessen wird, was der Test nicht kann und nach welchen Regeln die Inhalte entstehen.

Wie der Speedtest misst

Die Messung läuft im Browser über HTTP(S) gegen die Messserver von Cloudflare (speed.cloudflare.com) und besteht aus drei Teilen, die nacheinander ablaufen.

Ping und Jitter: Nach zwei Aufwärmanfragen, die nicht zählen, schickt der Browser 20 kurze Anfragen ohne Nutzdaten nacheinander an den Messserver, mit 25 Millisekunden Pause dazwischen. Gemessen wird die Zeit bis zum ersten Antwortbyte, sofern der Browser sie liefert, sonst die Gesamtzeit der Anfrage. Angezeigt wird der Median der Werte. Der Jitter ist der Mittelwert der Abstände zwischen aufeinanderfolgenden Ping-Werten. Vorher fallen einzelne Ausreißer nach oben heraus, nämlich Werte über dem dritten Quartil plus dem Dreifachen des Quartilsabstands (mindestens 2 Millisekunden), damit ein einzelner hängender Ping den Jitter nicht vervielfacht. Eine gleichmäßige Streuung bleibt dabei vollständig erhalten. Kommen weniger als fünf gültige Antworten zusammen, bricht der Test mit einer Fehlermeldung ab.

Download: Der Browser lädt über 6 parallele Verbindungen 12 Sekunden lang Testdaten vom Messserver. Die ersten 2 Sekunden gelten als Anlaufphase und zählen nicht. Danach wird die empfangene Datenmenge in Fenstern von je einer Sekunde ausgewertet, und das Ergebnis ist der Median dieser Fensterraten. Kurze Spitzen und Einbrüche beeinflussen den Wert dadurch kaum.

Upload: Der Browser sendet über 4 parallele Verbindungen 10 Sekunden lang Testdaten, wieder mit 2 Sekunden Anlaufphase. Gezählt werden nur Bytes, deren Empfang der Messserver mit seiner Antwort bestätigt hat, nicht der Fortschritt im Sendepuffer des Browsers. Die Rate jeder Verbindung ist die bestätigte Datenmenge geteilt durch die Zeit zwischen dem Start der ersten und dem Ende der letzten gezählten Anfrage, das Ergebnis ist die Summe der vier Verbindungen. Noch laufende Anfragen zählen nicht.

Download und Upload stehen in Mbit/s mit dem Dezimalpräfix, 1 Mbit/s entspricht 1.000.000 Bit pro Sekunde. Es gibt keine Aufschläge und keine Schönung: Die Werte werden so angezeigt, wie sie gemessen wurden.

Was die Messung zeigt und was nicht

Weil im Browser gemessen wird, zeigt das Ergebnis die Geschwindigkeit dieses Geräts und dieser Verbindung (WLAN oder LAN) zum Messserver. Das ist eine Momentaufnahme. Für ein aussagekräftiges Bild empfehlen wir die Messung per Kabel, ohne parallele Downloads und ohne VPN, mehrmals zu verschiedenen Tageszeiten.

Nicht Teil des Tests sind: eine Messung des Paketverlusts, die Auswahl oder Erkennung der Anschlussart (DSL, Kabel, LTE, 5G), automatische Messreihen über mehrere Tage, die Auswahl eines Serverstandorts, die Messung der WLAN-Signalstärke, eine Router-Analyse sowie ein Konto oder Cloud-Speicher.

Einordnung des Ergebnisses

Trägst du im Rahmen „Dein Tarif (optional)“ bei „Gebuchter Download“ den Vertragswert ein, zeigt der Test dein Ergebnis zusätzlich in Prozent vom Tarif. Ab 90 % lautet die Einordnung „entspricht dem Tarif“, von 50 bis 89 % „unter dem Tarif“, unter 50 % „deutlich unter dem Tarif“. Diese Schwellen sind eine Orientierung und kein Rechtsmaßstab. Ohne Tarifangabe ordnet der Test das Ergebnis nach Nutzung ein, nämlich für Streaming in Full HD und 4K sowie für Videokonferenzen in 720p und 1080p. Für Gaming und Homeoffice gibt der Test keine Einordnung aus. Die Richtwerte stammen aus den Angaben der Dienste, zum Beispiel von Netflix: 5 Mbit/s für Full HD, 15 Mbit/s für 4K. Eine höhere Geschwindigkeit wird nie schlechter eingeordnet.

Fehlerfall und Verlauf

Schlägt eine Messung fehl, etwa weil die Verbindung fehlt, der Messserver nicht erreichbar ist oder du abbrichst, zeigt das Tool eine Fehlermeldung. Es wird kein Wert erfunden und nichts gespeichert. Erfolgreiche Messungen landen im Verlauf, den dein Browser lokal speichert. Du kannst mit „Verlauf löschen“ entfernen oder mit „CSV“ als Datei sichern (Semikolon-getrennt, für Excel). Der „Test-Verlauf“ zeigt die letzten 10 Messungen.

Kein Nachweis für Minderung oder Kündigung

dsl-messen.de ist ein schneller Orientierungstest und kein Nachweis für eine Minderung oder Kündigung. Die Rechtsgrundlage ist § 57 Abs. 4 TKG. Als Nachweisweg für die Minderung vorgesehen ist der Messmechanismus der Bundesnetzagentur, also die Breitbandmessung und ihre Desktop-App. Die Kriterien stehen in der Allgemeinverfügung 99/2021. Sonstige Rechtsbehelfe bleiben nach § 57 Abs. 4 TKG unberührt. Unsere Ratgeber erklären das allgemein und sind keine Rechtsberatung.

Unsere Quellen

Für Rechtsfragen nutzen wir den Gesetzestext auf gesetze-im-internet.de und die Angaben der Bundesnetzagentur. Richtwerte für Dienste stammen von den Anbietern der Dienste selbst, etwa Netflix und Zoom. Für Browser-Technik nutzen wir die MDN Web Docs. Wo ein Wert nur eine Faustregel der Redaktion ist, etwa bei der Einordnung des Pings, steht das im Text. Jeder Ratgeber führt seine Quellen am Ende auf, und wir prüfen die Links bei jeder Durchsicht.

Prüfzyklus

Alle Ratgeber tragen das Datum der letzten redaktionellen Prüfung. Wir sehen die Inhalte mindestens jährlich durch und ergänzen sie, wenn sich Technik, Tarife oder Vorgaben ändern.

Korrektur-Policy

Fehler passieren. Wenn uns ein bestätigter inhaltlicher Fehler erreicht, korrigieren wir den betroffenen Artikel, aktualisieren das Prüfdatum und dokumentieren die Änderung öffentlich auf der Seite Korrekturen. Hinweise gehen an info@akara-solutions.de.

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Wer welchen Ratgeber verfasst hat, steht in der jeweiligen Byline und auf den Autoren-Profilen. Inhaltlich verantwortlich gemäß § 18 Abs. 2 MStV ist Eike-Christian Ramcke, Geschäftsführer der AKARA Solutions GmbH.

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