Glasfaser Speedtest — Fiber-Geschwindigkeit messen
Teste die volle Leistung deines Glasfaseranschlusses — Download, Upload und Ping. Erfahre, ob dein FTTH-Anschluss die versprochene Geschwindigkeit liefert.
Klicke um den Speedtest zu starten
Typische Werte nach Technologie
Vergleiche deine Ergebnisse mit den üblichen Geschwindigkeiten
| Technologie | Download | Upload | Ping | Typisch |
|---|---|---|---|---|
| DSL | 6–16 | 1–2 | 20–50 | 10–16 Mbit/s |
| VDSL | 16–250 | 2–40 | 10–30 | 50–100 Mbit/s |
| Kabel | 50–1.000 | 5–50 | 10–30 | 200–500 Mbit/s |
| Glasfaser | 100–10.000 | 50–10.000 | 1–5 | 500–1.000 Mbit/s |
| LTE/5G | 10–300 | 5–50 | 20–100 | 25–50 Mbit/s |
| Satellit | 5–100 | 1–10 | 500–800 | 15–30 Mbit/s |
DSL
VDSL
Kabel
Glasfaser
LTE/5G
Satellit
FTTH, FTTB und FTTC — die Unterschiede bei Glasfaser
Nicht jeder „Glasfaser-Anschluss" ist gleich. Die entscheidende Frage ist: Wie weit reicht die Glasfaser tatsächlich? Bei FTTH (Fiber to the Home) verläuft die Glasfaserleitung direkt bis in deine Wohnung — das ist der Goldstandard. Du erhältst die volle Glasfaser-Leistung ohne Einschränkungen, typischerweise 1.000 Mbit/s symmetrisch (gleich schneller Upload wie Download), manche Anbieter bieten bereits 2,5 Gbit/s oder 10 Gbit/s an. Der Ping liegt bei exzellenten 1–5 ms.
Bei FTTB (Fiber to the Building) endet die Glasfaser im Keller des Gebäudes. Die letzte Strecke bis in deine Wohnung wird über vorhandene Kupfer- oder Koaxialleitungen überbrückt. Die erreichbare Geschwindigkeit hängt von der Qualität und Länge dieser „letzten Meile" ab — typischerweise 100–500 Mbit/s. FTTC (Fiber to the Curb/Cabinet) bezeichnet den Ausbau bis zum Verteilerkasten an der Straße. Ab dort geht es über Kupfer weiter — das ist im Grunde klassisches VDSL mit Vectoring und liefert maximal 100–250 Mbit/s. Trotzdem wird FTTC von manchen Anbietern als „Glasfaser" beworben, was irreführend ist.
Typische Glasfaser-Geschwindigkeiten in Deutschland
Ein echter FTTH-Anschluss in Deutschland bietet je nach Tarif und Anbieter verschiedene Geschwindigkeitsstufen. Die gängigen Tarife: 100/100 Mbit/s (Einstieg), 300/300 Mbit/s (Standard), 500/500 Mbit/s (Komfort) und 1.000/1.000 Mbit/s (Premium). Einige Anbieter wie die Deutsche Glasfaser bieten sogar 2.500 Mbit/s an. Der größte Unterschied zu DSL und Kabel: Glasfaser liefert symmetrische Geschwindigkeiten — dein Upload ist genauso schnell wie dein Download.
In der Praxis erreichst du mit Glasfaser nahezu die volle gebuchte Bandbreite. Während DSL-Nutzer oft nur 60–80 % der „bis zu"-Geschwindigkeit erhalten (abhängig von Leitungslänge und Netzauslastung), liegen Glasfaser-Messungen typischerweise bei 90–98 % des gebuchten Werts. Der Grund: Glasfaser ist nicht von Leitungslänge, elektromagnetischen Störungen oder Leitungsdämpfung betroffen. Lichtsignale werden über Glasfaserkabel nahezu verlustfrei übertragen — auch über mehrere Kilometer.
Glasfaser-Ausbau in Deutschland — wo steht die Republik?
Der FTTH-Ausbau in Deutschland hat in den letzten Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen. Stand 2026 sind rund 40 % der deutschen Haushalte mit echtem Glasfaser (FTTH/B) versorgt — ein starker Anstieg von nur 15 % im Jahr 2022. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, bis 2030 flächendeckend Glasfaser bereitzustellen. Hauptakteure im Ausbau sind die Deutsche Telekom, Deutsche Glasfaser, Unsere Grüne Glasfaser (UGG) und regionale Anbieter wie EWE TEL, NetCologne und M-net.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland allerdings weiterhin zurück. Spanien erreicht über 80 % FTTH-Abdeckung, Schweden über 75 %, Portugal über 70 %. Besonders in ländlichen Gebieten hinkt der Ausbau hinterher — hier sind oft nur DSL-Anschlüsse mit 16–50 Mbit/s verfügbar. Ob dein Standort bereits für Glasfaser ausgebaut ist, prüfst du im Breitbandatlas der Bundesnetzagentur. Viele Anbieter starten den Ausbau erst, wenn sich genügend Haushalte in einem Gebiet für einen Anschluss registrieren (Vorvermarktung).
Warum Glasfaser den besten Ping liefert
Für Gamer, VoIP-Nutzer und alle, die eine reaktionsschnelle Verbindung brauchen, ist Glasfaser die beste Technologie. Der Ping bei FTTH liegt typischerweise bei nur 1–5 ms — zum Vergleich: DSL erreicht 15–50 ms, Kabel 10–30 ms, LTE 30–80 ms. Der Grund: Lichtsignale reisen durch Glasfaser mit rund 200.000 km/s (zwei Drittel der Lichtgeschwindigkeit). Es gibt keine elektromagnetischen Verzögerungen wie bei Kupferleitungen und keine Funklatenz wie bei WLAN oder Mobilfunk.
Hinzu kommt ein extrem niedriger Jitter — die Schwankung der Latenz ist bei Glasfaser minimal (typisch unter 2 ms). Das sorgt für butterweiche Videokonferenzen ohne Aussetzer, lag-freies Online-Gaming und kristallklare VoIP-Telefonie. Auch der Paketverlust ist bei Glasfaser nahezu null, da das Signal nicht durch äußere Einflüsse gestört wird. Wenn du deinen Glasfaser-Anschluss per WLAN nutzt, ist allerdings die WiFi-Verbindung der Flaschenhals — teste daher immer auch per LAN-Kabel, um die echte Glasfaser-Leistung zu messen.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob ich echtes Glasfaser (FTTH) habe?
Bei echtem FTTH hast du ein spezielles Glasfaser-Modem (ONT — Optical Network Terminal) in deiner Wohnung, an dem ein dünnes Glasfaserkabel angeschlossen ist. Wenn dein Internet über die Telefondose (TAE) oder Koaxialdose kommt, hast du kein echtes FTTH. Prüfe auch deinen Vertrag — dort steht die Anschlusstechnologie. Alternativ zeigt der Breitbandatlas der Bundesnetzagentur die verfügbare Technologie an deiner Adresse.
Warum erreiche ich über WLAN nicht die volle Glasfaser-Geschwindigkeit?
Bei einem 1-Gbit/s-Glasfaseranschluss ist fast immer das WLAN der Flaschenhals, nicht die Glasfaser. Wi-Fi 5 schafft in der Praxis maximal 300–500 Mbit/s, Wi-Fi 6 bis zu 800 Mbit/s. Für die volle Gigabit-Leistung brauchst du ein LAN-Kabel (Cat 5e oder Cat 6) und einen Gigabit-Ethernet-Port an deinem Gerät. Viele Laptops haben nur 1-Gbit/s-Ethernet — für 2,5 Gbit/s Glasfaser benötigst du einen USB-C-auf-2.5GbE-Adapter.
Lohnt sich der Umstieg von VDSL auf Glasfaser?
Ja, wenn Glasfaser an deinem Standort verfügbar ist. Die Vorteile: deutlich höhere Geschwindigkeiten (bis 1.000+ Mbit/s statt max. 250 Mbit/s), symmetrischer Upload, niedrigerer Ping (1–5 ms statt 15–50 ms), stabilere Verbindung ohne Leitungsdämpfung und zukunftssicher (die Glasfaser-Infrastruktur wird Jahrzehnte halten). Preislich liegen Glasfaser-Tarife oft nur 5–10 € über vergleichbaren VDSL-Tarifen.