WLAN Speedtest — WiFi-Geschwindigkeit testen
Teste deine WLAN-Geschwindigkeit und finde heraus, ob dein WiFi das Optimum aus deinem Internetanschluss herausholt — oder ob Funkprobleme dich ausbremsen.
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Typische Werte nach Technologie
Vergleiche deine Ergebnisse mit den üblichen Geschwindigkeiten
| Technologie | Download | Upload | Ping | Typisch |
|---|---|---|---|---|
| DSL | 6–16 | 1–2 | 20–50 | 10–16 Mbit/s |
| VDSL | 16–250 | 2–40 | 10–30 | 50–100 Mbit/s |
| Kabel | 50–1.000 | 5–50 | 10–30 | 200–500 Mbit/s |
| Glasfaser | 100–10.000 | 50–10.000 | 1–5 | 500–1.000 Mbit/s |
| LTE/5G | 10–300 | 5–50 | 20–100 | 25–50 Mbit/s |
| Satellit | 5–100 | 1–10 | 500–800 | 15–30 Mbit/s |
DSL
VDSL
Kabel
Glasfaser
LTE/5G
Satellit
WLAN vs. LAN — warum dein WiFi langsamer ist als dein Anschluss
Wenn dein Speedtest über WLAN deutlich niedrigere Werte zeigt als erwartet, liegt das in den meisten Fällen nicht an deinem Internetanschluss, sondern am WiFi selbst. WLAN ist eine geteilte Funkverbindung — alle Geräte im Haushalt nutzen denselben Funkkanal und teilen sich die verfügbare Bandbreite. Dazu kommen physische Hindernisse wie Wände, Decken und Möbel, die das Signal abschwächen. Per LAN-Kabel (Ethernet) erreichst du dagegen nahezu 100 % der verfügbaren Bandbreite, da keine Funkstörungen die Übertragung beeinflussen.
Ein praktisches Beispiel: Du hast einen VDSL-100-Anschluss mit 100 Mbit/s. Per LAN-Kabel misst du 95 Mbit/s — nahezu optimal. Über WLAN im selben Raum wie der Router erreichst du vielleicht 70 Mbit/s, im Nebenzimmer nur noch 40 Mbit/s und im Keller oder Dachgeschoss gerade noch 15 Mbit/s. Um die tatsächliche Leistung deines Anschlusses zu bewerten, solltest du daher immer per LAN testen. Einen WLAN-Test nutzt du, um die WiFi-Qualität an verschiedenen Standorten in deiner Wohnung zu überprüfen.
WiFi-Standards im Überblick: Wi-Fi 5, 6 und 6E
Die maximale WLAN-Geschwindigkeit hängt stark vom verwendeten WiFi-Standard ab. Wi-Fi 5 (802.11ac) — Standard in vielen älteren Routern — liefert theoretisch bis zu 3,5 Gbit/s, in der Praxis aber eher 200–500 Mbit/s. Es nutzt ausschließlich das 5-GHz-Band, das schneller, aber reichweitenschwächer ist als 2,4 GHz. Wi-Fi 6 (802.11ax) — seit 2020 verbreitet — erreicht theoretisch 9,6 Gbit/s und bringt deutliche Verbesserungen bei vielen gleichzeitigen Geräten durch OFDMA-Technologie. Besonders in Haushalten mit 15+ Geräten (Smartphones, Tablets, Smart-Home) profitierst du spürbar.
Wi-Fi 6E erweitert Wi-Fi 6 um das 6-GHz-Band — ein zusätzlicher, deutlich weniger überlasteter Frequenzbereich. In Mehrfamilienhäusern, wo sich Dutzende 2,4- und 5-GHz-Netze gegenseitig stören, bietet 6 GHz freie Bahn und höhere Geschwindigkeiten. Der neueste Standard Wi-Fi 7 (802.11be) verspricht bis zu 46 Gbit/s und Multi-Link-Operation, ist aber erst in wenigen Geräten verfügbar. Für die meisten Haushalte ist Wi-Fi 6 aktuell die beste Wahl — es bietet ein ausgezeichnetes Verhältnis aus Geschwindigkeit, Reichweite und Gerätekompatibilität.
WLAN-Kanal optimieren und Störquellen vermeiden
Einer der häufigsten Gründe für langsames WLAN ist Kanalüberlappung. Im 2,4-GHz-Band gibt es nur drei überlappungsfreie Kanäle (1, 6, 11). In einem Mehrfamilienhaus nutzen oft 20+ Router dieselben Kanäle, was zu gegenseitigen Störungen führt. Nutze eine WiFi-Analyzer-App (z. B. WiFi Analyzer für Android oder NetSpot für macOS), um zu sehen, welche Kanäle in deiner Umgebung belegt sind, und wähle den am wenigsten genutzten Kanal manuell in den Router-Einstellungen.
Typische Störquellen für WLAN: Mikrowellen (senden auf 2,4 GHz), Bluetooth-Geräte, kabellose Telefone (DECT), Babyphones und sogar USB-3.0-Geräte ohne ausreichende Abschirmung. Stelle deinen Router möglichst zentral und erhöht auf — nicht im Keller, nicht im Schrank, nicht hinter dem Fernseher. Die Antennen sollten frei stehen. Wände aus Beton und Stahlbeton dämpfen das Signal besonders stark — Holz- und Gipswände sind deutlich durchlässiger.
Mesh-Systeme und Repeater — WLAN in der ganzen Wohnung
Wenn ein einzelner Router nicht die gesamte Wohnung abdeckt, stehen dir zwei Optionen zur Verfügung: WLAN-Repeater und Mesh-Systeme. Repeater sind günstig (ab 30 €), haben aber einen entscheidenden Nachteil: Sie halbieren die verfügbare Bandbreite, da sie auf demselben Kanal senden und empfangen. Mesh-Systeme (z. B. AVM Fritz!Mesh, Google Nest WiFi, TP-Link Deco) arbeiten intelligenter — sie nutzen dedizierte Backhaul-Kanäle und ermöglichen nahtloses Roaming zwischen den Zugangspunkten, ohne dass du manuell das Netz wechseln musst.
Für große Wohnungen (ab 80 m²), mehrstöckige Häuser oder Altbauten mit dicken Wänden ist ein Mesh-System die beste Investition. Alternativ bieten Powerline-Adapter mit integriertem WLAN-Access-Point eine kabelgebundene Verbindung über die Stromleitung — nützlich, wenn kein Ethernet-Kabel verlegt werden kann. Führe an verschiedenen Standorten in deiner Wohnung WLAN-Speedtests durch, um Schwachstellen zu identifizieren und gezielt zu optimieren.
Häufige Fragen
Warum zeigt mein WLAN-Speedtest viel weniger als mein gebuchter Tarif?
WLAN ist immer langsamer als ein LAN-Kabel. Die Geschwindigkeit wird durch Entfernung zum Router, Wände, Störquellen (Mikrowellen, Bluetooth) und den WiFi-Standard deines Geräts begrenzt. Teste zuerst per LAN-Kabel — wenn der Wert dort stimmt, liegt das Problem am WLAN, nicht am Internetanschluss. Typischerweise erreichst du über WLAN nur 50–70 % deiner gebuchten Bandbreite.
Soll ich das 2,4-GHz- oder 5-GHz-Band nutzen?
5 GHz bietet höhere Geschwindigkeiten und weniger Störungen, hat aber eine geringere Reichweite und wird stärker von Wänden gedämpft. Nutze 5 GHz, wenn du im selben Raum oder in der Nähe des Routers bist. Für weiter entfernte Räume oder durch mehrere Wände hindurch ist 2,4 GHz oft stabiler, wenn auch langsamer. Viele moderne Router bieten Band Steering, das automatisch das optimale Band wählt.
Lohnt sich ein Mesh-System für meine Wohnung?
Ein Mesh-System lohnt sich ab etwa 80 m² Wohnfläche, bei mehrstöckigen Häusern oder Altbauten mit dicken Wänden. Für eine kleine Wohnung (40–60 m²) reicht in der Regel ein guter einzelner Router mit Wi-Fi 6 aus. Mesh ist besser als Repeater, da es keine Bandbreite halbiert und nahtloses Roaming bietet. Achte auf Modelle mit dediziertem Backhaul-Kanal für die beste Leistung.